Eindrücke auf einer morgendlichen Heilungsfahrt am 27.Juni 2018 im Ziwani-Wildschutzgebiet/ Kenia

Noch ist die Sonne nicht aufgegangen. Wir machen uns bereit zur frühen Heilungsfahrt. James hat das Dach seines Jeeps hochgestellt und fährt uns in den aufbrechenden Tag. Hinein in einen wunderschönen, afrikanischen Sonnenaufgang. Wir verlassen die Lodge und spüren sofort, dass dieser Morgen anders ist als alle Tage zuvor. Der schneidende Fahrwind weht durch das offene Dach und verstärkt die frühmorgendliche Kühle.

Intensiv empfinde ich eine friedvolle Ruhe, mit der der aufkommende Tag beginnt. Die Landschaft ist atemberaubend und wunderschön. Savanne, soweit das Auge reicht. Durchschnitten von staubtrockenen, kilometerlangen Sandpisten. Ein bis zum Horizont unverstellter Blick in eine weite, hügelige Landschaft. Über allem wölbt sich ein bewölkter, blauer Himmel.

Noch sehe ich Tiere im Dunst. Ein stattlicher Kaffernbüffel steht majestätisch im noch nebelfeuchten Gras. Zwei Madenhacker auf seinem Rücken. Doch bald geht die Sonne auf und erwärmt die kühle Stille des Morgens. Ich nehme wortlos Verbindung auf und fühle mich eins mit Mutter Erde, ihren Pflanzen und Tieren.

James hält mitten in der Savanne an und deutet mit dem Arm nach vorn. In weiter Ferne sehe ich, von der Morgensonne beschienen, eine riesige Büffelherde. Weit entfernt, für das nackte Auge kaum erkennbar, zieht die Herde still und friedlich vorüber. Eine unmittelbare Berührung der Natur, die ich mit offenem Herzen wahrnehme. Das ist Bewusstheit für das gegenwärtige Leben. Augenblickliche Anwesenheit. Unmittelbare Wirklichkeit.

Direkt neben unserem Jeep eine kleine Antilopengruppe. Einige hundert Meter weiter Giraffen beim Frühstück. Die Tiere sind nur wenige Meter entfernt. Nicht hinter einem Zaun und auch nicht in einer Manege. Nicht in Zoos und viel zu kleinen Gehegen. Einmal mehr wird mir bewusst, dass ich jetzt in unserer Kiste auf Rädern eingesperrt bin. Die Tiere aber in unbegrenzter Freiheit leben. Das ist sichtbare und fühlbare Liebe, vollständiger Frieden, unverfälschte Wahrheit. Ein Stück Einheit auf Mutter Erde, ein Teil vom Paradies. Ich nehme das Wunder in mir auf und segne und heile die Tiere. Sende ihnen Urinformation, Urbewusstsein und Urenergie. Die Natur wird zum Geliebten, mit der ich mich verbunden fühle, mit der ich verschmelze.

Beglückt und begeistert von den intensiven Farben, der Weite der kenianischen Landschaft und der dort lebenden Tierwelt fahren wir zurück ins Camp, in dem Bewusstsein, etwas Wundervolles entdeckt zu haben.

Wolfgang Huppers

(Diese Reise wurde privat finanziert.)

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